
Matcha-Pulver wird aus fein gemahlenen Grünteeblättern der Pflanze Camellia sinensis (bekannt als Teepflanze) gewonnen. Es ist ein Premiumprodukt, das für seine leuchtende Farbe, sein einzigartiges Umami-Aroma und seine gesundheitlichen Vorteile wie einen hohen Gehalt an Antioxidantien, Koffein und L-Theanin geschätzt wird.
Ursprünglich aus Japan stammend, wo es traditionell aus im Schatten gewachsenen Tencha-Blättern steinvermahlen wird, erfordert Matcha eine sorgfältige Handhabung vom Anbau bis zum Verzehr – und das schließt die Verpackung mit ein. Hier erfahren Sie, wie man Matcha perfekt verpackt.
Inhaltsverzeichnis
Warum ist die Verpackung von Matcha so schwierig?
1. Oxidation
Matcha reagiert extrem empfindlich auf Sauerstoff. Selbst minimaler Luftkontakt löst enzymatische Reaktionen aus, die das Chlorofyll abbauen. Dadurch verwandelt sich das charakteristische Smaragdgrün in ein stumpfes Braun, während Aromen und Nährstoffe wie Catechine und Vitamine abnehmen.
2. Feuchtigkeit
Matcha absorbiert Feuchtigkeit wie ein Schwamm, was zu Verklumpungen, Schimmelbildung und bakterieller Kontamination führt, wenn die relative Luftfeuchtigkeit 60 % übersteigt.
3. Licht
Licht, insbesondere UV-Strahlen, beschleunigt den Photoabbau und lässt Farbe sowie Wirksamkeit verblassen.
4. Temperatur
Temperaturschwankungen können Kondensation im Inneren der Verpackung verursachen, was die Feuchtigkeitsprobleme verschlimmert.
5. Kontaminanten
Die feine Partikelgröße von Matcha-Pulver (oft unter 10 Mikrometer) macht es anfällig für die Aufnahme von Gerüchen, Staub oder Fremdpartikeln aus der Umgebung.
6. Statische Elektrizität
Statische Elektrizität während der Handhabung kann dazu führen, dass das Pulver an Oberflächen haftet, was zu ungleichmäßiger Befüllung und Verschwendung führt.
7. Haltbarkeit
Ohne ordnungsgemäße Barrieren verliert Matcha schnell seine Frische. So verpacken Sie Ihr Matcha-Pulver richtig.
Schritt 1: Vorbereitung von Arbeitsplatz und Materialien
Bevor Sie den Matcha berühren, richten Sie eine reinraumähnliche Umgebung ein. Nutzen Sie HEPA-gefilterte Luftsysteme zur Minimierung von Schwebepartikeln, eine Luftfeuchtigkeitskontrolle bei 40–50 % rF, eine auf 18–22 °C stabilisierte Temperatur und UV-geschützte Beleuchtung. Tragen Sie antistatische Handschuhe, Haarnetze und Schutzanzüge, um Kontaminationen zu vermeiden.
Die benötigten Materialien hängen von der gewählten Methode ab (Optionen siehe unten), aber universell gilt:
- Verpackungen mit einer Sauerstoffdurchlässigkeit (OTR) unter 0,1 cm³/m²/Tag, einer Wasserdampfdurchlässigkeit (MVTR) unter 0,1 g/m²/Tag und lichtblockierenden Eigenschaften.
- Stickstoffgasflaschen.
- Eine Vakuumverpackungsmaschine mit Stickstoffspülfunktion.
- Waagen mit einer Genauigkeit von 0,01 g.
- Verschlussmaschinen (Dosenverschließer oder Doypack-Siegelgerät).
Schritt 2: Wahl der Verpackungsmethode
Die Verpackung von Matcha erfolgt am besten mit einer Stickstoffspülung. Da Matcha aus gemahlenen Teeblättern und nicht aus ganzen Blättern besteht, verfügt er über eine enorme Oberfläche, die der Luft ausgesetzt ist. Ohne Stickstoffspülung baut der in der Verpackung eingeschlossene Sauerstoff das Chlorofyll und die flüchtigen Öle schnell ab. Das Ergebnis: Ein leuchtend smaragdgrünes Pulver wird zu einer stumpfen, gelblich-braunen Substanz mit einem bitteren, heuartigen Geschmack.
Durch das Verdrängen von Sauerstoff mit einem Inertgas wie Stickstoff können Produzenten den Alterungsprozess effektiv „anhalten“. Dies schafft eine stabile Umgebung, welche die empfindlichen L-Theanin-Aminosäuren und die starken EGCG-Antioxidantien bewahrt, die Verbraucher erwarten. In Kombination mit einem luftdichten, lichtundurchlässigen Behälter stellt diese Methode sicher, dass der Tee bis zum Öffnen des Siegels so frisch bleibt wie am Tag der Steinmahlung.
Bei der Matcha-Verpackung haben Sie im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: Sie können entweder in einen Doypack/Seitenfaltenbeutel aus Aluminium oder direkt in eine Metalldose verpacken.
Option 1: Direkte Verpackung in Doypacks
Doypacks (Standbeutel) sind flexibel, wiederverschließbar und platzsparend. Sie sind die einfachsten und günstigsten Behälter für Matcha. Wählen Sie zunächst mehrlagige Doypacks mit Aluminiumfolien-Laminat für optimalen Barriereschutz. Wiegen Sie den Matcha ab (typischerweise 30–100 g pro Beutel) und verwenden Sie antistatische Schaufeln, um ein Anhaften des Pulvers zu verhindern. Befüllen Sie die Beutel unter einer Stickstoffatmosphäre, um Sauerstoff zu verdrängen, mit dem Ziel eines Restsauerstoffgehalts von unter 1 %. Achten Sie darauf, die Stickstoffspülung ohne vollständige Vakuumversiegelung durchzuführen, da das Vakuum das Pulver zu harten Blöcken zusammenpresst. Dies erfordert eine MAP-Maschine (Modified Atmosphere Packaging) mit präziser Gasinjektion und teilweiser Evakuierungssteuerung. Versiegeln Sie den Doypack mittels Hitze oder Ultraschall und stellen Sie einen hermetischen Verschluss ohne Mikrolöcher sicher.
Option 2: Aluminium-Seitenfaltenbeutel in Metalldosen
Das Verpacken von Matcha in Aluminium-Seitenfaltenbeutel unterscheidet sich kaum vom Verpacken in Doypacks. Stellen Sie sicher, dass Ihre Seitenfaltenbeutel aus vakuumtauglicher Aluminiumfolie mit Polyethylen-Beschichtung bestehen. Messen und befüllen Sie den Beutel analog zu den Doypacks unter Verwendung einer Stickstoffspülung. Versiegeln Sie den Beutel mit einem Impulssiegelgerät und setzen Sie ihn in eine Metalldose ein. Achten Sie darauf, dass die Dose lebensmittelecht und innen mit Epoxidharz beschichtet ist, um Metallreaktionen zu vermeiden. Dieser zweilagige Aufbau schützt vor Licht und physischen Schäden. Die Verpackung in Dosen ist robust, aber arbeitsintensiv. Ideal für hochwertigen Matcha in Zeremonienqualität.
Option 3: Direkte Verpackung in Metalldosen mit Falzverschluss
Diese Methode eignet sich zwar hervorragend für die langfristige Lagerung (bis zu 18 Monate), ist aber im DIY-Maßstab nicht realisierbar. Die Dose muss in eine Vakuumkammer gelangen, in der der Sauerstoff entzogen, Stickstoff eingefüllt und die Dose mechanisch verfalzt wird.
Schritt 3: Ordnungsgemäße Implementierung der Stickstoffspülung
Obwohl gesetzlich nicht vorgeschrieben, wird die Stickstoffspülung für die Matcha-Verpackung dringend empfohlen, um die Frische zu bewahren, da Sauerstoff die Oxidation beschleunigt. Beachten Sie, dass der Umgang mit Stickstoff Sicherheitsprotokolle erfordert, um Erstickungsrisiken zu vermeiden. Beschriften Sie die Verpackung mit Chargennummern, Mindesthaltbarkeitsdatum (6–12 Monate bei korrekter Ausführung) und Lagerungshinweisen.
Schritt 4: Anbringen von Chargennummern und Verfallsdaten
Jede Packung muss eine eindeutige Chargennummer tragen, um im Falle von Rückrufen Herkunft und Bestimmungsort zurückverfolgen zu können. Berechnen Sie das Verfallsdatum akribisch: Basierend auf Stabilitätstests nach ICH-Richtlinien (Q1A-Q1F), unter Berücksichtigung der Verpackungseffizienz, der Lagerbedingungen und anfänglicher Qualitätsanalysen. In der Regel beträgt es 6–18 Monate ab Verpackungsdatum, sollte aber durch Laboranalysen verifiziert werden, um Haftungsrisiken für verdorbene Waren zu vermeiden.
Schritt 5: Qualitätskontrolle und Lagerung
Testen Sie nach der Verpackung streng: Verwenden Sie Headspace-Analysatoren für den O2-Gehalt, Falltests für die Haltbarkeit und beschleunigte Haltbarkeitssimulationen (z. B. Kammern mit 40 °C / 75 % rF). Lagern Sie die Ware in kühlen, dunklen Lagerräumen.
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